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Bei Atomunfall in Isar wuerde Muenchen zur Todesfalle (07.03.2006 11:08 Uhr)

Bei Atomunfall in Isar wuerde Muenchen zur Todesfalle
Zur Premiere des Kinofilms "Die Wolke" warnt Greenpeace vor Atomkraft

Muenchen, 7. 3. 2006 - Muenchen koennte sich in eine Todesfalle verwandeln, wenn es in den Atomkraftwerken Isar oder Gundremmingen zu einem schweren Unfall kommen wuerde. Darauf macht Greenpeace heute anlaesslich der Premiere des Kinofilms "Die Wolke" in Muenchen aufmerksam. Der Film, der am 16. Maerz bundesweit startet, handelt von einem fiktiven Atomunfall in einem Atomkraftwerk in Deutschland. Dem Premiere-Publikum im Muenchner Kino
Gloria praesentieren die Umweltschuetzer das Modell eines rissigen
Atommeilers und fordern: "Atomkraftwerke abschalten".

"Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen, ist unverantwortlich", sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. "In einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland haette ein schwerer Atomunfall wie der vor 20 Jahren im ukrainischen Tschernobyl verheerende Auswirkungen."

Muenchen, Stuttgart, Hamburg und Frankfurt koennten schnell unter einer radioaktiven Wolke liegen, in der ein normales Leben nicht mehr moeglich
ist, kaeme es in einem der nahegelegenen Atomkraftwerken zu einem
Super-GAU. "Selbst Berlin koennte vom bei Hamburg liegenden Atomkraftwerk Kruemmel hochgradig radioaktiv verseucht werden. Die Wolke kann weiter als hundert Kilometer reichen", so Smital.

Auch 20 Jahre nach der Katastrophe in Tschernobyl ist die Gefahr ueberall und kann uns jederzeit treffen - das ist auch der Tenor des Films "Die
Wolke", den Regisseur Gregor Schnitzler ("Soloalbum") nach dem
Millionen-Bestseller von Gudrun Pausewang gedreht hat. Seine Hauptfiguren sind zwei Jugendliche, die von dem Atomunfall aus ihrem Alltag gerissen werden. Wegen seiner Botschaft traegt der Film das Praedikat "approved by Greenpeace".

"Leider sind viele Menschen der Ansicht, dass sie Tschernobyl getrost in die Geschichtsbuecher eintragen koennen", sagt Hauptdarstellerin Paula Kalenberg. "Wir sind jetzt sogar wieder an einem Punkt, dass neue Atomkraftwerke gebaut werden. Gerade wurde zum Beispiel in Finnland mit dem Bau eines neuen begonnen, unter wunderbaren Sicherheitsstandards, wie man sagt, es kann ueberhaupt nichts passieren. Manhat ja auch gesagt, dass der Titanic ueberhaupt nichts passieren kann." Zusammen mit Greenpeace fordert sie das Ende der Atomkraft.

Quelle: http://www.greenpeace.org

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