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Greenpeace-Aktivisten festgenommen - Friedlicher Protest gegen Walfang waehrend IWC-Tagung gewaltsam (23.06.2006 08:40 Uhr)

Hamburg/St. Kitts und Nevis, 21. 6. 2006 - Zehn Greenpeace-Aktivisten
wurden gestern Vormittag gegen zehn Uhr (Ortszeit) waehrend eines
friedlichen Protestes vor dem Tagungshotel der Internationalen
Walfangkommission von der Polizei des Karibikstaates St. Kitts und Nevis gewaltsam festgenommen. Die Aktivisten hatten versucht, 863 Walfluken
(Schwanzflossen) fuer die im vergangenen Winter im Walschutzgebiet der Antarktis getoeteten Wale in den Sand zu stecken und symbolisch einen Walfriedhof zu errichten. Auch das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" haelt sich derzeit in den karibischen Gewaessern auf. Der "Arctic Sunrise" war das Einlaufen in den Hafen von St. Kitts zu Beginn der IWC von den Behoerden verboten worden.

"Dieses gewaltsame Ende unseres friedlichen Protestes ist absurd", sagt Stefanie Werner, Waleexpertin von Greenpeace, vor Ort auf St. Kitts und Nevis. "Die wahren Verbrechen geschehen auf der Hohen See, wo Jahr fuer Jahr hunderte Wale voellig sinnlos abgeschlachtet werden. Es ist an der
Zeit, dass die IWC diesem Schlachten ein Ende macht. Die
Greenpeace-Aktivisten sind nicht diejenigen, die hier angeklagt werden sollten. Uns geht es allein darum, die Wale und die Umwelt zu schuetzen."

Eine schwer bewaffnete Einheit der Polizei von St. Kitts hatte die Aktivisten kurz nach dem Start der Aktion ueberwaeltigt und gewaltsam
entfernt. Derzeit werden die zehn Greenpeacer auf der Basseterre
Polizeistation in St. Kitts ueber Nacht festgehalten, um am Morgen einem Gericht vorgefuehrt zu werden. Die rechtlichen Vorwuerfe sind noch unklar.
Unter den zehn Aktivisten ist auch Stefanie Werner von Greenpeace
Deutschland. Die "Arctic Sunrise" ist inzwischen vor einer der
Nachbarinseln, St. Eustasias, vor Anker gegangen.

Waehrenddessen hat Greenpeace angekuendigt, seinen friedlichen Protest
gegen den Walfang weiter fortzusetzen. "Wir lassen uns nicht
einschuechtern", sagt die inhaftierte Stefanie Werner. "In der naechsten Jagdsaison werden wir in das Schutzgebiet des Suedpolarmeeres zurueckkehren und dort fuer die 935 Minkewale und zehn Finnwale kaempfen, die auf der Todesliste der Japaner stehen."

Quelle: http://www.greenpeace.org

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