Greenpeace-Aktion mit Flaggschiff Rainbow Warrior vor Sumatra. Protest gegen Frachter mit Palmoel / (16.11.2007 11:18 Uhr)
Dumai, Indonesien, 15.11.2007 - Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior demonstrieren heute vor Sumatra gegen das Auslaufen eines Frachters mit Palmoel aus Urwaldzerstoerung. Der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker MT Westama wollte heute mit 30 000 Tonen Palmoel den Hafen von Dumai in der Provinz Riau auf Sumatra, Indonesien, verlassen. Die Rainbow Warrior ankert derzeit mit dem Banner "Palmoel zerstoert die Waelder und das Klima"
direkt neben dem Palmoel-Frachter. Drei Wochen vor der naechsten UN-Klimakonferenz auf Bali, Indonesien, ruft Greenpeace zu einer drastischen Reduzierung der weltweiten Entwaldung zum Schutz des Klimas auf.
"Die globale Nachfrage nach Palmoel fuer Lebensmittel, Kosmetik und auch so genannte Bio-Treibstoffe heizt das Klima auf?, sagte Sue Connor, Waldexpertin von Greenpeace International an Bord der Rainbow Warrior. "Die Abholzung, Trockenlegung und Brandrodung der indonesischen Torf-Waelder entlaesst enorme Mengen gespeicherten Kohlenstoff in die Atmosphaere.
Indonesien ist deshalb der weltweit drittgroesste Treibhausgas-Emittent."
Ein von Greenpeace in der vergangenen Woche veroeffentlichter Report zeigt auf, dass multinationale Konzerne wie Unilever, Nestli und Procter & Gamble, Palmoel aus Waldzerstoerung in ihren Produkten verarbeiten. "Diese Firmen muessen den Kauf von Palmoel stoppen, bis sie dessen Herkunft aus Plantagen ohne Urwaldabholzung garantieren koennen", sagte Sue Connor. "Die Palmoel-Expansionsplaene auf Sumatra haben das Potenzial, eine Klima-Zeitbombe zu zuenden. Die indonesische Regierung muss ein sofortiges Moratorium auf Urwaldzerstoerung verhaengen."
Etwa ein Fuenftel der globalen Treibhausgas-Emissionen stammt aus der Zerstoerung klimastabilisierender Waelder - mehr als aus dem weltweiten Autoverkehr. Greenpeace fordert die im Dezember auf Bali versammelten Regierungen auf, innerhalb eines verbindlichen Kyoto-Nachfolgeabkommens den Urwald weltweit unter Schutz zu stellen und Finanzierungsinstrumente dafuer zu entwickeln.
Quelle: http://www.greenpeace.org
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