Wie schädlich ist Rauchen für die Umwelt?

Rauchen Umwelt

 Immer weniger Menschen in Deutschland rauchen und das aus guten Gründen, denn immerhin gibt es dadurch keinen Vorteil, jedoch aber einige gesundheitliche Nachteile. Doch gibt es auch einen Nachteil für die Umwelt? Wie verteilen sich die schädlichen Stoffe in der Luft? Wir sehen uns dies in diesem Artikel genauer an.

WHO kennzeichnet eine schlechte Umweltbilanz

Für Zigaretten müssen Ressourcen aufgewendet werden, so werden für eineinhalb Zigaretten Stangen ein Baum gefällt, diese Information geht aus einem WHO-Bericht aus dem Jahr 2012 hervor. Dies geht zugrunde auf das Holz für das Zigarettenpapier, dies stammt beispielsweise aus Ländern wie Malawi, allerdings wurden hier einige Wälder gerodet für diesen Zweck.

Zusätzlich entstehen beim Verbrennen von Tabak diverse Schadstoffe (Emissionen), hieraus entstehen etwa 8,76 Millionen Tonnen Co2, welche auf die Industrie zurückzuführen sind. Diese Menge an Co2 wird auch verursacht, wenn 17,7 Millionen Menschen aus Frankfurt nach Mallorca und wieder zurückfliegen. 

Neben den Co2-Emissionen sind es aber auch die chemischen Bestandteile an sich, denn beim Verbrennen einer Zigarette gelangen circa 1,9 und 5,3 Milligramm Nikotin in die Luft (laut WHO), dies wären kombiniert bis zu 47.000 Tonnen weltweit. Im Zigarettenrauch außerdem enthalten sind Stoffe wie Benzol, Ammoniak, Pyridin, Styrol, Toluol, Methan, Kohlendioxid und viele mehr. Allesamt wirken sich negativ auf die Umwelt aus.

Das verursachen Reste von Zigaretten

Im Durchschnitt wirft ein Raucher zwei von drei Zigarettenstummel achtlos weg, obwohl es sich hierbei um Müll handelt. In vielen Städten haben sich freiwillige zusammengetan, um den Müll in der eigenen Stadt aufzuräumen. Einer Statistik, welche seit 1986 geführt wird, ist zu entnehmen, dass seither Zigarettenstummel auf Platz 1 landen als häufigste Müll Ursache.

Die Stummel sind darüber hinaus auch sehr giftig, denn sie enthalten mehrere tausend Schafstoffe, wie unter anderem Schwermetalle und Arsen. Viele hiervon sind krebserregend und darunter haben folglich auch Fische zu leiden, wenn ein Zigarettenstummel achtlos in einen See oder Fluss geworfen wird – über die Nahrungskette gelangen diese Stoffe wiederum beim Menschen.

Ebenso aber auch Vögel oder andere Tiere, welche die Zigarettenstummel auf einer Straße einsammeln, um später daraus ein Nest zu formen. Da sie nicht wissen, worum es sich handelt, vergiften sie sich selbst und den Nachwuchs kontinuierlich. Außerdem gelangen die Stoffe wiederum in das Grundwasser. 

Ein Zigarettenstummel im Grundwasser, in Flüssen oder Gewässern kann bis zu 1.000 Liter Wasser verunreinigen aufgrund des hohen Nikotinanteils. An Sommertagen wieder geht hieraus eine erhöhte Brandgefahr hervor, wenn glühende Zigarettenstummel in die Wälder geschnipst werden.

Zigarettenstummel sind toxischer als Plastikmüll

Tatsächlich ist es so, dass Zigarettenstummel toxischer sind als Plastikmüll. Der Filter besteht nämlich nicht aus Watte, sondern aus einem Kunststoff (Celluloseacetat), woraus sich später Mikroplastik ergibt. Dieser Stoff benötigt einige Jahrzehnte, bis sich dieser vollständig zersetzt hat. Im Salzwasser können es sogar mehrere hundert Jahre werden.

Nun kann sich jeder vorstellen, dass diese Stummel nach und nach immer wieder mit Meereslebewesen in Berührung kommen, welche diese möglicherweise auch mit Nahrung verwechseln. Es kommt zu einer Störung im Verdauungstrakt, woran das Tier später sterben kann.

Welche Alternative gibt es für den Rauchkonsum?

Zigaretten sind ein Produkt, welches nach und nach eingestellt wird. Die großen Tabakhersteller wollen dieses Produkt gänzlich aus dem Sortiment nehmen, sobald sich die Alternativen durchgesetzt haben. Bis es aber soweit ist, werden noch einige Jahre vergehen und sicherlich werden auch EU-Richtlinien nötig sein, um den Vorgang zu beschleunigen.

Eine Alternative für den Zigarettenkonsum ist aber die Shisha, denn hierbei wird kein Tabak verbrannt, sondern verdampft. Ebenso gibt es auch die sogenannten Dampfsteine, welche gänzlich frei von Tabak und Nikotin sind. Die Shisha (auch: Wasserpfeife) ist ein Kulturgut in vielen Staaten seit dem 15. Jahrhundert. Der Konsum dessen ist auch in Deutschland seit einigen Jahren sehr beliebt, wobei die Beliebtheit dessen weiter ansteigt. 

Der Vorteil hierbei ist, dass der Tabak stets fachgerecht entsorgt wird und kein Verbrennungsprozess stattfindet, wodurch die üblichen Schadstoffe nicht ausgestoßen werden. Eine Möglichkeit wären die sogenannten E-Shishas, hierbei wird ein Liquid statt Tabak eingesetzt.

Fazit

Der Zigarettenkonsum schadet nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Insbesondere in den Städten ist dies ein massives Problem und die Entsorgung dessen nimmt einiges an Steuergelder in Anspruch. Im Prinzip handelt es sich um ein gesellschaftliches Problem, womöglich wird in einigen Jahrzehnten aber niemand mehr davon sprechen, da Zigaretten immer weniger gekauft werden – zumindest in Europa. 

Konsumenten sollten mit dem Rauchen aufhören oder eine Alternative wählen, wie die E-Shisha oder eine Wasserpfeife, welche gelegentlich geraucht werden kann. Insgesamt gibt es somit keinen Grund mehr Zigaretten zu kaufen, da es Alternativen gibt und wenn man sich die Umwelteinflüsse bewusst macht, wird wohl kaum jemand noch Lust darauf haben.

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