Das E-Bike für eine bessere Umwelt?

e-Bike Kaufratgeber

Durch die Nutzung eines E-Bikes anstelle des Autos kann CO2 eingespart werden. Dadurch lässt sich aus ökologischer Sicht der Kauf eines Elektrofahrrads schnell rechtfertigen. Doch wie gut sind e-Bikes heute und worauf müssen wir beim Kauf achten? In diesem Artikel möchten wir uns damit genauer auseinandersetzen.

Qualität des E-Bikes

Ein ordentlicher Elektrofahrradantrieb – ein Set mit einer Batterie, einem Motor, einer Steuerung, Sensoren und einem Bedienfeld – kostet etwa 800-1000 Euro. Ziehen Sie diesen Betrag vom Preis des Elektrofahrrades ab, das Sie kaufen möchten, und Sie werden sehen, wie viel der Rest der Teile wert ist.

Tipp: Überprüfen Sie die Marken der Komponenten, die für Ihre Sicherheit verantwortlich sind. Ein Elektrofahrrad beschleunigt viel schneller als ein normales Fahrrad und ist auch viel schwerer. Überprüfen Sie die Marke der Bremsen, Reifen, Naben, etc., da Ihre Gesundheit von diesen Komponenten abhängen kann.

Lohnt es sich, ein günstiges Elektrofahrrad zu kaufen?

Im Internet finden Sie zahlreiche Angebote von günstigen Elektrofahrrädern (von 600 Euro bis 1000 Euro). Das ist ein sehr niedriger Preis. Es ist sehr schwierig, ein Modell zu finden, das jahrelang hält und einen Motorfreilauf, geschweige denn eine ordentliche Lithium-Ionen-Batterie hat. Oftmals sind diese Fahrräder aus Stahl und nicht aus Aluminium gefertigt. Sie verwenden auch eine schwere Gel-Batterie. Das gesamte Fahrrad wiegt etwa 35-45 kg, was fast doppelt so viel ist wie Fahrräder im Bereich von 2000-3000 Euro. Wenn Sie das nötige Budget für ein hochwertiges Modell nicht haben, können Sie auch ein E-Bike leasen. Diese Art der E-Bike-Nutzung wird aktuell immer beliebter.

Batterie (Akku)

Das E-Bike hat einen wiederaufladbaren Akku, der aus einer großen Anzahl von Batteriezellen besteht. Der Akku ist vollständig wiederaufladbar. Die Art und Qualität der Batteriezellen bestimmt die Reichweite des Fahrrads. Allerdings spielt auch das Gewicht des E-Bikes eine Rolle.

Bei sehr preiswerten Fahrrädern werden in der Regel Gel-Batterien eingesetzt. Solche Batterien wurden bereits in den 70er Jahren verwendet. Leider sind sie aufgrund ihres Gewichts, ihrer Kapazität, ihres Wirkungsgrades und ihrer geringen Temperaturtoleranz für den Einsatz in Elektrofahrrädern nicht geeignet. Die Energiedichte einer Gel-Batterie beträgt ca. 20-30 Wh/kg. Zum Vergleich: Die Energiedichte einer Lithium-Ionen-Batterie beträgt 150-400 Wh/kg. Das bedeutet, dass der Gel-Akku im Durchschnitt fünfmal so schwer ist wie der Li-ION.

Wenn der Verkäufer also sagt, dass das Fahrrad eine 36 V 12 Ah Gel-Batterie hat, kann sein Gewicht bis zu mehreren Kilogramm erreichen! Bei einem solchen Gewicht lohnt es sich zu überlegen, ob die Motorlagerung nicht nur das Gewicht der Batterie ausgleicht. Billige Elektrofahrräder ermöglichen es Ihnen, mit der neuen Batterie bis zu 20 km weit zu fahren (aktives Treten). Zum Vergleich: Eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von über 400 Wh (11 Ah) reicht aus, um durchschnittlich 80 km zu fahren. Sein Gewicht beträgt etwa 3 Kilogramm. Diese Berechnungen sind natürlich nur annähernd, aber jetzt wissen Sie, dass, wenn der Verkäufer die Information “Gelbatterie, 36 V, 12 Ah, Reichweite 40 – 60 km, Gewicht 5 kg” angibt, es nicht wahr ist.

Eine Gel-Batterie ist einfach nicht für ein Fahrrad geeignet. Achten Sie also auf ein Fahrrad mit einer Lithium-Batterie. Es gibt viele Hersteller von Lithium-Zellen. Einige Zellen können sehr unzuverlässig sein, während andere sehr zuverlässig sind. Da die Zellenhersteller eine “typische” Nennkapazität angeben, stellt sich heraus, dass oft billige Lithium-Batterien eine viel kleinere Kapazität haben als die vom Hersteller angegebene. Leider wird es für einen Laien schwierig sein, dies beim Kauf zu beurteilen. Hier können wir uns nur auf die Fahrradmarke verlassen. Hersteller mit langjähriger Erfahrung in der Herstellung von Fahrrädern verwenden nur die besten Zellen. Schließlich hat ihre Marke dank der Zufriedenheit der Kunden überlebt. Deshalb achten sie auf jedes Halbfabrikat, aus dem ein fertiges Fahrrad zusammengesetzt wird.

24 V oder 36 V?

Die 24-Volt-Technologie bei Elektrofahrrädern ist bereits sehr veraltet. Alle großen Hersteller sind vor einigen Jahren auf 36 Volt umgestiegen. Mehr Spannung bedeutet mehr Effizienz, weniger Energieverlust und höhere Drehzahl bei gleichbleibendem Drehmoment. Es wird immer schwieriger, Ersatzteile für 24-V-Elektroantriebe auf dem Markt zu bekommen. Wenn Sie sich also für ein neues Fahrrad entscheiden, suchen Sie nur nach solchen, die mit 36 V betrieben werden.

Was muss ich bei der Wahl des Elektromotors beachten?

Im Niedrigpreissegment der Fahrräder dominieren Nabenmotoren, so dass die folgenden Informationen nur für diese Motoren gelten. Elektrofahrräder verwenden BLDC-Motoren, d.h. bürstenlose Gleichstrom-Motoren. Trotz der Tatsache, dass diese Motoren im Gegensatz zu Bürstenmotoren entgegen ihrem Namen viel weniger Widerstand aufweisen, sind sie nicht völlig widerstandsfrei. In Kombination mit dem hohen Gewicht des Fahrrads wird das Fahren nach dem Entladen der Batterie eine große Anstrengung von Ihnen erfordern. Daher werden bei teureren Fahrrädern Motoren mit zusätzlichem Freilauf innerhalb der Nabe verwendet. Auf diese Weise erreichen Sie eine wirklich mühelose Fahrt bei ausgeschaltetem Antrieb.

Ersatzteile für Fahrräder bekannter Marken sind leicht zugänglich. Leider kann man sich bei billigen Fahrrädern nicht immer darauf verlassen. Wenn Sie ein Fahrrad mit einem Antrieb einer unbekannten Marke kaufen, haben Sie möglicherweise ein Problem mit der Kompatibilität der Ersatzteile.

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