Was ist Hausschwamm und was muss ich dagegen unternehmen?

Hausschwamm beseitigen

Hausschwamm ist eine bestimmte Pilzart, die sich an einem Haus durch Feuchtigkeit bilden kann. Hausschwämme sollten so schnell wie möglich beseitigt werden, da die Schwämme sich sehr schnell ausbreiten und weitere Schäden anrichten können. Wenn sich der Hausschwamm erst einmal ausgebreitet hat, ist es sehr schwierig, die passenden Maßnahmen einzuleiten. Hausschwämme bilden sich ausschließlich in Holz und in Deutschland sind über 60 Pilzarten bekannt, die das Haus befallen können. Im Folgenden gehen wir näher auf das Aussehen, die Ursachen und die Bekämpfung von Hausschwamm ein.

Aussehen, Vorkommen und Ursachen

Hausschwämme haben in der Regel eine braun-weiße Färbung. Der Pilz entsteht durch Risse im Holz, in die Feuchtigkeit eindringen kann. Je mehr Risse sich bilden, desto schneller kann das Holz zerfallen. Hausschwamm besteht aus kleinen weichen Fasern und ist in der Mitte meistens braun / orange. Die Ränder des Pilzes sind watteartig und weiß. Viele verwechseln einen Hausschwamm daher mit einfachem Schimmel. Hausschwämme können über einen Meter groß werden. Größere Pilze sondern auch Flüssigkeiten ab, die weiteres Holz befallen können. Auch wenn Sie noch keinen Hausschwamm an Ihrem Holzbalken entdecken können, kann das Holz bereits mit einem Hausschwamm befallen sein. Wenn Sie das Holz leicht eindrücken können und es etwas feucht ist, dann sollten Sie schnell Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen.

Ein Hausschwamm benötigt eine hohe Feuchtigkeit, um sich zu bilden. Nadelhölzer mit mehr als 50 Prozent Feuchtigkeit werden häufig von diesen Hausschwämmen befallen. Wenn sich der Hausschwamm erst einmal gebildet hat, kann der Pilz auch Dämmstoffe, Fugen im Mauerwerk oder Spanplatten hinter den Holzbalken befallen. Im Kellerbereich bilden sich besonders häufig Hausschwämme, da hier optimale Bedingungen für den Pilz vorherrschen. Hausschwamm befällt fast ausschließlich Holz, da die Pilze die Nährstoffe aus dem Holz zum Wachsen benötigen. Es ist wichtig, dass Sie einen Hausschwammbefall so schnell wie möglich versuchen, zu beseitigen. Wenn tragende Balken befallen sind, kann es sich negativ auf die Statik auswirken und es besteht Einsturzgefahr.

Zu den Hauptursachen für Hausschwämme zählen Schäden an der äußeren Gebäude-Hülle oder Baufehler. Bei einem beschädigten Dach kann das Wasser und die Feuchtigkeit leicht in das Haus eindringen. Wasserschäden im Haus sollten ordnungsgemäß bereinigt werden, um dem Pilz keine Grundlage zu bieten, sich auszubreiten.

Bekämpfung

Bei einem Hausschwammbefall sollten Sie einen Fachmann kontaktieren, der sich dann das befallene Holz anschaut. Mit einer Endoskopie wird dann das Holz untersucht und es werden vom befallenen Pilzproben entnommen. Die Substanzen werden dann im Labor untersucht und analysiert, um den Grad des Befalls und die Pilzart zu bestimmen. Bei befallenen Holzbalken muss es sich nicht zwangsläufig um einen Hausschwamm halten. Es kann auch Braunfäule, Porenschwamm oder Moderfäule sein. Jede dieser Arten erfordert zur Bekämpfung unterschiedliche Maßnahmen.

Bei einem Hausschwammbefall entfernt der Fachmann die befallenen Bereiche und verbrennt die Holzbalken. Die DIN-Vorgaben schreiben vor, dass auch das Holz, dass sich maximal einen Meter um die befallene Stelle befindet, ebenfalls entfernt und ausgetauscht werden muss. Befallene Fugen und Mauerwerke werden mit Hitze ausgebrannt. Sobald das befallene Material entfernt wurde, werden neue Holzbalken eingesetzt, die mit einem besonderen Schutz überzogen sind.

Vorbeugende Maßnahmen

Da sich Hausschwämme besonders häufig in Kellerbereichen bilden können, sollten Sie Ihren Keller großzügig und regelmäßig lüften. Achten Sie aber immer auf Raumluftqualität, speziell auf die Luftfeuchtigkeit. Wenn die Luftfeuchtigkeit draußen zu hoch ist, dann ist das Lüften kontraproduktiv.

Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist das Beheizen eines Kellerbereichs und die Installation eines Luftentfeuchters. Wenn Sie ein Haus bauen möchten, sollten Sie sich für Harthölzer wie Eiche oder Buche entscheiden, da sie nicht so häufig von Hausschwämmen befallen werden, wie Nadelhölzer. Halten Sie sich auch an die Trockenzeiten. Beim Bau des Hauses können verschiedene Probleme und kleine Schäden entstehen. Es ist wichtig, dass Sie entstandene Wasserschäden so schnell wie möglich beseitigen. Hierfür gibt es spezielle Lüfter, die für den Bau geeignet sind.

Kosten für die Bekämpfung

Die Sanierungskosten eines Hausschwamms können bis zu 30.000 Euro betragen. Die Untersuchung mit der Endoskopie kostet bereits bis zu 2.000 Euro. Es ist wichtig, dass Sie sich dagegen absichern und den passenden Versicherungstarif wählen. In diesen speziellen Versicherungen wird ein Hausschwammbefall als ein Allmählichkeitsschaden eingestuft. Es sind also Schäden, die durch Feuchtigkeit, Ruß, Rauch oder Temperaturen entstehen

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