Eigene Solarenergie: Wie umweltfreundlich sind eigentlich Photovoltaikanlagen?

Photovoltaik

Um den Klimawandel zu bekämpfen, geht von erneuerbaren Energien eine äußerst große Bedeutung aus. Ein besonders hohes Potential bringen in diesem Zusammenhang Photovoltaikanlagen mit sich. Dieses wird heute noch längst nicht vollständig genutzt.

Doch wie umweltfreundlich gestalten sich eigentlich die Solarmodule selbst? Für die Beantwortung dieser Frage ist ein Blick auf ihre Ökobilanz nötig.

Solarstrom: Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz

Diejenigen, die sich eine größere Unabhängigkeit von den öffentlichen Stromversorgern wünschen, können diese mit einer eigenen Photovoltaikanlage erreichen. Es lassen sich dabei nicht nur die eigenen Stromkosten maßgeblich senken, sondern es wird auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Es gibt in Duisburg Anbieter, die Photovoltaik-Anlagen ab 11.995 € anbieten.

Ob sich die PV-Anlagen jedoch im Ganzen tatsächlich so umweltfreundlich wie ihr Ruf zeigen, lässt sich an ihrer Ökobilanz erkennen. Die Ökobilanz eines Produktes bezieht sich dabei auf die Umweltwirkungen, die von ihm ausgehen. Zu betrachten ist dafür der gesamte Lebenszyklus des Produktes. Berücksichtigt werden somit auch indirekte Effekte, wie etwa die Nutzung der Rohstoffe und die eingesetzte Energie bei der Produktion.

So gestaltet sich der Lebenszyklus von PV-Anlagen

Es lassen sich verschiedene Etappen ausmachen, wenn es um den Lebenszyklus von Photovoltaikanlagen geht. Diese gliedern sich unter anderem in die Gewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe, die Produktion der einzelnen Bauteile, den Transport, den Betrieb, die Instandhaltung und das Recycling.

Aus einer energetischen Perspektive hat sich eine PV-Anlage bereits nach ein bis zwei Jahren amortisiert. Das bedeutet, dass dieser Zeitraum nötig ist, um die Energie herzustellen, die für die Produktion, die Entsorgung und den Betrieb der Anlage eingesetzt wurde. Im krassen Gegensatz dazu findet eine Amortisierung von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen niemals statt.

Verhältnis zwischen erzeugter und investierter Energie: Der Erntefaktor

Das Verhältnis der Energie, die eine PV-Anlage erzeugt, und der, die in sie investiert wurde, wird als Erntefaktor bezeichnet. Dieser bezieht sich stets auf die vollständige Lebensdauer. Je höher sich der Erntefaktor gestaltet, desto besser zeigt sich die Ökobilanz.

Moderne Photovoltaikanlagen mit einer Lebensdauer von rund 20 Jahren erzeugen circa zehn bis 15 Mal so viel Energie, wie ihre Produktion benötigt hat. Viele PV-Anlagen können jedoch sogar über 30 Jahre genutzt werden. Dadurch erhöht sich ihr Erntefaktor entsprechend.

Welche CO2-Emissionen gehen von PV-Anlagen aus?

Innovative Technologien sorgten dafür, dass der CO2-Ausstoß, der bei der Produktion von Solarzellen anfällt, im Laufe der letzten Jahre immer weiter reduziert werden konnte.

Photovoltaik bietet zudem ein beeindruckendes Einsparpotential: Laut Berechnungen zu der Emissionsbilanz der erneuerbaren Energien vermeidet eine PV-Anlage, verglichen mit einem Gas- oder Kohlekraftwerk, 694 g CO₂-Äquivalente pro kWh. In ihrem Betrieb selbst zeigen sich die Solaranlagen vollständig emissionsfrei. Das bedeutet, dass durch sie keine Treibhausgase oder anderweitige Schadstoffe ausgestoßen werden.

Zu betrachten sind jedoch auch die Solarzellen selbst. Die kristallinen Solarzellen werden in der Regel aus Silizium gefertigt. Dieses Element ist in großen Mengen verfügbar. Allerdings bestehen die Solarzellen nicht ausschließlich aus dem unbedenklichen Silizium. In ihnen sind durchaus auch Schwermetalle enthalten, wie Cadmium oder Blei. Eine Gefahr stellen diese Stoffe jedoch im Rahmen des Betriebs der Anlage nicht dar.

Es ist jedoch nötig, dass nach dem Lebenszyklus eine fachgerechte Entsorgung der Komponenten erfolgt. Die Solarmodule dürfen keinesfalls im herkömmlichen Hausmüll entsorgt werden. Sie müssen zu einem Wertstoffhof gebracht werden. Dies ist in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei möglich. Die Module müssen daneben auch von dem jeweiligen Verkäufer oder Hersteller auf Wunsch für die Entsorgung zurückgenommen werden.

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