Ökologischer Anbau von Aroniabeeren

Aronia

Aroniabeeren, unter anderem bekannt als Apfelbeeren, sind eine pflegeleichte Gattung aus der Familie der Rosengewächse (lat. Rosaceae) . Ab August kann man die ersten Früchte ernten. Ursprungsgebiete sind Teile Nordamerikas.

Was ist die Aroniabeere?

Die Sträucher der Aroniabeere wachsen etwa zwei bis drei Meter hoch und genauso breit. Kälte kann diesem Gewächs nichts anhaben, da es Temperaturen bis zu -30 Grad Celsius aushält. Eiförmige Abrundungen an der Blattspitze mit einer leichten, purpurroten Färbung, sorgen für markante Merkmale der Pflanze. Spitze Ränder und ledrige Oberfläche. So beschreiben viele Personen die Blätter bei einer Berührung. Unter der Erde ist das kompakte Wurzelsystem mit kräftigen Wurzeln ausgestattet, die überaus gut vernetzt sind. Reife Beeren können, je nach Sorte, im Farbspektrum dunkelrot bis tiefblau eingeordnet werden. Sobald die Früchte die anfängliche Wachsschicht abgelegt haben, kommt eine glatte, glänzende Oberfläche zum Vorschein. Weder ein Kerngehäuse, noch eine Steinzelle sind vorzufinden, wodurch sie aufgeschnitten einem Apfel ähneln. Dafür sind in dem weinroten Fruchtfleisch winzig kleine Samen, die beim Verzehr niemanden stören. Inhaltsstoffe, die im Fruchtfleisch stecken, sind unter anderem wichtige Vitamine und Ballaststoffe. Vitamine wie Beta-Carotin, Folsäure und Vitamin E und Ballaststoffe wie Kalium, Eisen und Zink. Ihr Geschmack ist süß mit einer leicht herben Note.

Herkunft und Geschichte

Wie erwähnt, stammt die Pflanze aus Nordamerika. Dort wuchsen sie in den unterschiedlichsten öko- geografischen Landschaften. Steinige Berghänge oder Dünengebiete nutzt der widerstandsfähige Strauch, um zu wachsen und um Früchte zu tragen. Erste Versuche, die Pflanze zu kultivieren, brachten Ende des 17. Jahrhunderts in den USA und in Kanada schnell Erfolge. Mitte des 19. Jahrhunderts kam die Aronia- Kultur nach Russland und Europa, jedoch erst nur als Zierpflanze. Ab ca. 1964 erkannte man die Apfelbeeren als Obst an. 50 Jahre davor wurden Kreuzungsversuche gemacht, die zu mehr Ertrag führten. Die ersten Plantagen wurden in der DDR, um genauer zu sein bei Bautzen, um 1976 errichtet. Durch die Züchtung gibt es heute 15 Arten der Aroniabeere. Zum Beispiel: Aronia arbutifolia, Aronia melanocarpa und Nero Superberry.

Anbau und Pflege

Egal ob als Hecke, zum Früchte ernten oder als Solitärpflanze. Die Sträucher dienen im Garten zum einen als Sichtschutz und tragen zum anderen im Frühling wunderschöne Blüten. Im Spätsommer sieht man erste Ergebnisse anhand der rot bis tiefblauen Beeren.

An der frischen Luft pflanzt man die Sträucher am besten Anfang Herbst, um über den Winter der Pflanze die Möglichkeit zu geben, Wurzeln zu schlagen. Ab dem zweiten Standjahr tragen die Triebe Obst. Als Topfpflanze kann man die Aroniabeere nahezu immer einsetzen. Beim Kauf sollte beachtet werden, dass 4- 5 Triebe nötig sind, um einen gesunden Strauch aufzuziehen.

Junge Aronia- Pflanzen ohne Veredelung brauchen anfangs jedes halbe Jahr einen Aufbauschnitt. Dünger mit natürlichem Ursprung (Stallmist, Komposterde) werden bevorzugt. Durch die Wurzeln, die sich selbstständig das Wasser aus der Erde ziehen, reicht sporadisches Nachwässern aus. Gerade weil der Aronia- Strauch robuste Eigenschaften hat, sind Pflanzenkrankheiten nicht häufig. Unter Gärtnern ist jedoch, durch seine hohe Zerstörungskraft, der Feuerbrand gefürchtet. Zusätzlich können Schädlinge Probleme bereiten, sei es durch den Frostspanner oder die polygame, kirschschleimige Sägefliege.

Weiterverarbeitung

Prinzipiell kann man kreativ die Aroniabeere verarbeiten. Getrocknet sind sie den Rosinen ähnlich. Der morgendliche Smoothie bekommt eine zusätzlich herbe Note und die Orangenmarmelade wird in Kombination mit Aronia gern verfeinert. Für heiße Tage fügt man die Apfelbeere, dank ihrer belebenden Wirkung, einem erfrischenden Eistee hinzu. Auch im Brot, als Aronia-Apfelbrot, lässt sich das Obst wiederfinden.

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