Weltweiter Schutz bedrohter und nicht-bedrohter Pflanzenarten

Pflanzenschutz

Der weltweite Schutz der Pflanzenwelt ist wichtig! Denn die Pflanzenwelt ist durch die unterschiedlichsten Einflüsse bedroht. Wohl die meisten Menschen und auch unterschiedliche Institutionen wissen das. Unter anderem auch die Zollverwaltung, die im grenzüberschreitenden Warenverkehr durch die Zusammenarbeit mit den Pflanzenschutzdiensten zum Schutz der Pflanzenwelt einen wichtigen Beitrag leistet.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang Biodiversität und warum brauchen wir diese?

Die Vereinten Nationen bezeichnen als Biodiversität die Vielfalt aller lebenden Organismen, Lebensräume sowie Ökosysteme auf dem Land, in den Ozeanen sowie im Süßwasser und in der Luft. Aber wie schon gesagt, diese biologische Vielfalt ist leider bedroht, sowohl herkömmliche Pflanzen, wie Bäume, die hierzulande heimisch sind, oder auch Exoten, wie etwa das Kratom. Allein in Deutschland sollen knapp ein Drittel aller Tier- sowie Pflanzenarten gefährdet sein. Es ist die Rede davon, dass die Menge an Fluginsekten in den letzten dreißig Jahren um mindestens 75 Prozent zurückgegangen ist und ca. zweihundert Arten von Blütenpflanzen in Deutschland auf der „Roten Liste“ für gefährdete Pflanzen stehen.

Vielfalt bedeutet Lebensgrundlage für uns

Auf der Erde haben Tiere als auch Pflanzen eine bedeutende Funktionen im Ökosystem. Uns muss klar sein, dass wir ohne sie auf dem Planeten Erde nicht existieren können. Die Biodiversität sorgt für Nahrung, macht Wirkstoffe für Arzneien möglich, ist für uns eine wichtige Möglichkeit zur Erholung und sie ist für die Klimaregulierung notwendig. Man muss sich bewusst machen, dass zum Beispiel artenreiche Wälder sowie Wiesen mehr Kohlenstoff aufnehmen können und damit der Atmosphäre das Kohlendioxid (Treibhausgas) entziehen. Dazu besetzen verschiedene Arten unterschiedliche Bereiche im Ökosystem. Wenn Arten fehlen, werden dadurch Ökokreisläufe gestört. Sterben zum Beispiel Insektenarten aus, wird sich das auf viele Vögel auswirken, welche sich von ihnen ernährt haben. Auch auf das Bestäuben von Pflanzen sowie auf die Ernten, welche uns Menschen ernähren, hat es Einfluss.

Gefährdete Arten stehen auf der roten Liste

Es gibt eine internationale Rote Liste und einzelne Länder haben ihre eigenen Listen. Wenn eine komplette Art ausstirbt, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen, was große Risiken für das Gleichgewicht der Natur bedeutet. Jedes Tier, aber auch jede Pflanzenart erfüllt spezielle Aufgaben und um das Artensterben aufzuhalten, ist es wichtig zu wissen, was für Arten genau gefährdet sind. Das wird von der Weltnaturschutzunion IUCN in der sogenannten Roten Liste der weltweit bedrohten Tiere sowie Pflanzen zusammengefasst.

Welche genauen Maßnahmen werden für den Artenschutz festgelegt?

Eine hauptsächliche Aufgabe des Artenschutzes ist es, die Lebensräume von Pflanzen (und auch Tieren) zu erhalten als auch zu schützen. Dazu sollen bedrohte Arten vor Ausbeutung durch Übernutzung (auch durch Jagd) geschützt werden. Der Mensch soll sich nicht mehr aus der Natur nehmen, als nachwächst. Auch die Verschmutzung der Umwelt mit Abgasen spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Es sollte verstärkt darauf geachtet werden, was für eine konkrete CO2 Bilanz bestimmte Fortbewegungsmittel haben.

Im Jahr 1973 wurden im sogenannten Washingtoner Artenschutzübereinkommen besondere Regeln festgelegt, um die gefährdeten Pflanzen- und Tierarten zu schützen. Es sollen sich zur Zeit ca. 181 Länder dazu verpflichtet haben, die Regeln des Abkommens einzuhalten. Unter anderem gehört die die Bundesrepublik Deutschland auch dazu.

Beim Artenschutz kann jeder mitmachen

Man selbst kann schon mit kleinen Handlungen beim Artenschutz mithelfen. So schützt man zum Beispiel Flüsse und Seen damit, dass man Reinigungs- und Waschmittel sparsam verwendet. Beim Einkaufen kann man Produkten wählen, die mit wenig oder gar keiner Verpackung auskommen, damit weniger Müll entsteht. Weniger Auto fahren spart Geld und trägt zum Klima- und Artenschutz bei. Der Klimawandel wird in Zukunft eines der größten Probleme für die Artenvielfalt – auch bei den Pflanzen – und für das Gleichgewicht der Natur sein.

Am Anfang wurde auch erwähnt, dass die Zollverwaltung zum Schutz der Pflanzenwelt einen wichtigen Beitrag leistet. Dieser sieht wie folgt aus:

Für den Artenschutz

Da viele Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind und die Artenvielfalt gefährdetet ist, werden auf der ganzen Welt Maßnahmen ergriffen, die den Handel mit bedrohten Pflanzenarten entweder verbieten oder zumindest beschränken.

Für den Pflanzenschutz

Es können Pflanzenkrankheiten sowie Pflanzenschädlinge durch lebende Pflanzen, Erzeugnisse aus Pflanzen oder über sonstige Gegenstände (welche Träger bestimmter schädlicher Organismen sind) oder durch anhaftender Erde aus dem Ausland eingeschleppt werden. Auch hier kontrolliert der Zoll und greift ein, wo es nötig ist. So gibt es zum Beispiel Ein- und Ausfuhrbestimmungen zu Pflanzenschutzmitteln. Aus Nicht-EU-Staaten darf nur Forstliches Saat- und Pflanzengut eingeführt werden, wenn dafür gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Außerdem soll in den Handel nur geeignetes sowie qualitativ hochwertiges Saat- und Pflanzgut gelangen. Auch um die Nutzer/Verbraucher vor minderwertigem landwirtschaftlichen als auch gartenbaulichen Substanzen schützen.

Den illegalen Holzeinschlag verhindern

Damit man dem weltweiten Handel mit illegal geschlagenem Holz als auch den daraus hergestellten Produkten entgegenwirken kann, hat die Europäische Union mit Herkunftsländern von Holz ein Genehmigungssystem eingeführt.

Vermeidung von invasiven, gebietsfremden Arten

Die biologische Vielfalt kann durch invasive, gebietsfremde Arten nachteilig beeinflusst und regelrecht bedroht werden. Deshalb dürfen sie nicht vorsätzlich in das Gebiet der EU gelangen.

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